1. Verein vergibt fünf Stipendien am Historischen Archiv für Tourismusgeschichte (HAT) Berlin
Wir freuen uns sehr, bekannt zu geben, dass unser Verein gemeinsam mit Prof. Dr. Jüttemann vom HAT fünf Stipendien im Wert von je 1.000 € zur Förderung der Tourismusgeschichte vergeben hat. Diese Stipendien sollen jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie engagierten Forschenden die Möglichkeit bieten, ihre Forschung im Bereich der Tourismusgeschichte zu vertiefen und weiter auszubauen.
Das Historische Archiv für Tourismusgeschichte bewahrt tourismushistorisches Material für die Nachwelt und macht es für die Forschung und Lehre, sowie für Medien, Touristik und das Ausstellungswesen zugänglich. Damit nimmt es ein Projekt von Prof. Dr. Robert Glücksmann auf, der 1929 in Berlin das weltweit erste wissenschaftliche „Forschungsinstitut für den Fremdenverkehr“, nebst einem Archiv, ins Leben gerufen hatte.
Alle Stipendiaten haben bereits erfolgreich Ihre Forschungsarbeit beendet.
Ph. D. José Luis Aguilar López-Barajas ist Postdoktorand an der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik. Sein Buchprojekt untersucht den Tourismus in Spanien und in der Deutschen Demokratischen Republik während des Kalten Krieges. Während seines Aufenthalts am CIST und am HAT hat er Umfragen, Statistiken und Berichte ausgewertet, um die Wahrnehmung und die Beziehungen spanischer und DDR-Touristen zu Touristen aus anderen europäischen Ländern zu analysieren.
Ruby Guyot, Doktorandin Uni Tübingen nutzte die Materialien des HAT, um eine zweite Destination für ihr komparatives, transnationales Dissertationsprojekt zur Geschichte der Emotionen im Massentourismus des 19. und 20. Jahrhunderts zu finden. Eine Untersuchung von Prospekten, Reiseführern, Reiseberichten und wissenschaftlichen Studien über den Tourismus führte dazu, dass sie Nizza, Frankreich, als mediterranes Beispiel neben dem bereits gewählten karibischen Ort Havanna, Kuba, auswählte. Die während des Stipendiums durchgeführten Recherchen werden es ihr ermöglichen, mit der weiteren konkreten Recherche und Planung der Dissertation zu beginnen.
Marie Holtin verwendet das Stipendium, um sich auf ein potenzielles Dissertationsvorhaben vorzubereiten und in den Beständen des HAT zu Kurorten im Nationalsozialismus zu forschen. Waren Kurorte im 18. und 19. Jahrhundert bedeutende Orte der hohen Gesellschaft, verliert sich ihre Geschichte im 20. Jahrhundert. Marie Holtin will sich diesem Forschungsdesiderat nähern und danach fragen, wie sich Kurorte, ihre Funktionen und Bedeutung in der Zeit des Nationalsozialismus entwickelten und veränderten.
Dr. Anna Strommenger (Universität Bielefeld) befasst sich in ihrem Habilitationsvorhaben mit der Geschichte touristischer Reisen nach und beruflicher Aufenthalte in NS-Deutschland. Während ihres Stipendiums recherchiert sie in den Beständen des HAT, um mehr über die Hintergründe des Reisens in die NS-Diktatur und die Erwartungshorizonte der Reisenden zu erfahren. Dazu konsultiert sie unter anderem Bestände der Reichsbahnzentrale für den Deutschen Reiseverkehr sowie Reisführer und Prospekte.
Dr. Lyubomir Pozharliev (Leibnitz-Institut für Länderkunde) nutzte das Stipendium am Historischen Archiv für Tourismus, um ein Habilitationsprojekt zu entwickeln, das sich mit Reiseführern nach Mittel- und Osteuropa in drei historischen Zeitabschnitten beschäftigt: dem späten 19. Jahrhundert, der Zwischenkriegszeit und der sozialistischen Periode. Ziel ist es, die sich wandelnden Vorstellungen über die bereisten Länder sowie die Erwartungen und Vorlieben der Reisenden zu analysieren. Im Fokus stehen dabei insbesondere Bulgarien und Deutschland, mit besonderem Augenmerk auf die DDR.
2. Verein ermöglicht Auszubildenden der Beruflichen Schule Logistik, Schifffahrt und Touristik Hamburg freien Eintritt zur ITB Messe in Berlin
Im Rahmen der diesjährigen ITB in Berlin hatte der Verein die Freude, eine Klasse von Auszubildenden der Beruflichen Schule Logistik, Schifffahrt und Touristik aus Hamburg mit einem gesponserten Eintritt zu unterstützen. Diese Möglichkeit eröffnete den angehenden Fachkräften wertvolle Einblicke in die Welt des Tourismus und die neuesten Trends der Branche. Der Verein freut sich, somit einen Beitrag zur praktischen Weiterbildung und beruflichen Entwicklung der Auszubildenden leisten zu können. |